wertvolle Tipps für ein sichers WLAN-Netzwerk zu Hause

Die meister Anwender denken nicht groß darüber nach, dass Ihr WLAN-Router eine große Gefahr für das private Funknetzwerk darstellt. Für die Verbesserung der Sicherheit Ihres Heimnetzwerkes haben wir hier mal die wichtigesten Tipps zusammen gestellt.

Ändern Sie sofort das „Admin“-Passwort

Einer der schlimmsten Fehler ist es das voreingestellte Standard-Admin-Passwort zu verwenden (am häufigsten werden hier “admin:admin”, “1234”, oder „password“ verwendet). Zusammen mit einigen nicht-kritischen Remote-Sicherheitslücken oder offenen Funkverbindungen, können damit die Cyberkriminellen die Kontrolle über den Router erlangen und die Internetverbindung abhören, manipulieren und mißbrauchen.

Falls Sie es noch nicht getan haben, sollten Sie das vorgebene einfache Standard-Passwort auf ein komplizierteres ändern.

Remote Management abschalten:

Ein zweites Problem ist der offene Zugriff auf die Bedienoberfläche des Routers. Normalerweise schalten die Hersteller nur den lokalen, LAN-basierten Zugriff ein, doch das ist nicht immer der Fall. Prüfen Sie mal, ob Sie die Bedienoberfläche Ihres Routers auch über das Internet erreichen können.

SSID Broadcast abschalten

Grundsätzlich überträgt ein drahtloser Router die WLAN-Netzwerk-Kennung (die so genannte SSID) an jeden im Raum. Das kann man ausschalten, indem man in den Router-Einstellungen das entsprechende Häkchen entfernt. Damit kann Ihr Netzwerk dann nicht mehr so einfach gehackt werden, allerdings müssen Sie immer dann, wenn Sie ein Gerät mit dem Netzwerk verbinden, die SSID per Hand eingeben.

Einen ordentlichen Hacker halten Sie damit zwar nicht ab, aber den ein oder anderen Zufalls-Kriminellen schon.

WPA 2 Verschlüsselung verwenden

Die Verschlüsselung der Funkverbindung ist mitlerweile sogar gesetzl vorgeschrieben und sollte auch unbedingt mit dem strksten Schutz versehen werden. Ist keine oder eine zu leicht zu knackenden WEP-Verschlüsseung aktiviert, kann sich ein Hacker einfach und ohne viel Aufwand mit Ihrem Netzwerk verbinden und allerlei Dumme Sachen anstellen. Diebstahl persönlicher Daten und von Kreditkarteninformationen, E-Mail-Verlust, Diebstahl der Login-Daten zu Sozialen Netzwerken, Infizierungen aller Computer im Haus, usw.

Zudem könnten Cyberkriminelle Ihr WLAN-Netz für illegale Aktivitäten verwenden, so dass eines Tages auch die Polizei bei Ihnen auftauchen könnte! Das wird in jedem Falle unangenehm und kann mit sehr viel Laufereien verbunden sein. Deshalb sollten Sie die WPA2-Verschlüsselung (WEP ist nicht sehr verlässlich) einschalten und ein stärkeres Passwort für Ihren WLAN-Router oder WLAN Hotspot verwenden. Hier sollten Sie ein Mischmasch auf Zahlen, Sonderzeichen und Kleinen- und Großbuchstaben verwenden und mindestens 15 -25 Zeichen nutzen.

UPnP ausschalten

Heutige WLAN-Router können nicht nur als WLAN-Hotspot dienen und den Internetzugriff für LAN-Geräte ermöglichen, sondern auch verschiedene Protokolle unterstützen, um vernetzte Smart-Geräte automatisch zu koordinieren und zu verbinden.

Universal Plug and Play (UPnP), DLNA-Unterstützung (Digital Living Network Alliance) und ähnliche Möglichkeiten sollten aber besser ausgeschaltet werden, wenn Sie nicht benötigt werden – damit haben Sie dann ein geringeres Risiko, von Sicherheitslücken in Programmen, die solche Funktionen nutzen, betroffen zu sein. Es gibt da eine generelle Regel: Schalten Sie alles aus, das Sie nicht brauchen. Und wenn Sie eine Funktion einmal brauchen, schalten Sie diese einfach temprorär ein.

regelm. Aktualiserung der Router Software:

Wir empfehlen Ihnen, nur die aktuellste Firmware von den Herstellern selbst einzusetzen, denn damit werden regelmäßig Sicherheitslücken geschlossen und Fehler ausgebessert, die Hackern sonst ein offenes Tor in Ihr Netzwerk bieten können.

Anleitungen für das Update der Firmware finden Sie i.d.R. auf der Web-Bedienoberfläche Ihres Routers oder auf der Webseite des Herstellers. Sie müssen nur die Firmware herunterladen, eine Sicherungskopie der Router-Konfiguration machen, die Update-Installation starten und nach dem Neustart des Systems die Konfiguration von Ihrer Sicherungskopie wieder herstellen (manchmal kann die ältere Datei nicht mit der neuen Firmware genutzt werden, in diesem Fall müssen Sie die Einstellungen neu vornehmen).

Sie können auch alternative Firmware-Versionen, die von enthusiastischen Anwendern entwickelt werden, verwenden (zum Beispiel OpenWRT), sollten dabei aber vorsichtig sein, da diese keine Garantie bieten, dass der Router nach dem Update auch wieder so funktioniert, wie er soll. Und natürlich sollte auch Drittanbieter-Software nur von den offiziellen Seiten bekannter Projekte heruntergeladen werden – vertrauen Sie keinen verdächtigen Quellen.

Am Einfachsten haben es die Fritz.Box Benutzer getroffen, dort ist das Firmware Update mit nur einem Klick erledigt und kann sogar automatisiert werden.

Zu Router gehört auch der Computerschutz

Es gibt natürlichen keinen ultimativen Schutz, wie Sie sicher wissen. Doch sinnvolle Router-Einstellungen, starke Passwörter und Verschlüsselung, sowie rechtzeitige Updates der Firmware werden den Schutz Ihres Heimnetzwerks auf jeden Fall enorm verbessern, auch wenn dies alleine keinen hundertprozentigen Schutz vor Hackern bieten kann.

Zu den Schutzmaßnahmen Ihres Heimnetzwerks gehören unter anderem auch eine aktuelle Firewall, wie Sie bei Windows schon dabei ist und eine gute Sicherheitslösung mit aktuellen Antivirus-Datenbanken.